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Ausblick auf den Kapitalmarkt 2023

zum Jahreswechsel möchte ich meinen  Ausblick auf die vor uns liegenden Monate mit Ihnen teilen, aber auch den Blick weiter in die Zukunft richten. Trotz in aller Regel bewährter Prognosemodelle gilt nach wie vor:

Diese Zukunft kann zwar in ihren wesentlichen Zügen erfasst werden, hält aber immer wieder Unerwartetes für uns bereit. Dies gilt umso mehr in Zeiten einer strukturellen Wende.

Wie kann sich der Privatanleger die Chancen sich abzeichnender
Entwicklungen erschließen und dabei bestmöglich gegen die Risiken der Ungewissheit wappnen?

Altes EZB Gebäude mit Euro-Symbol in Frankfurt


Notenbanken: aus voller Fahrt in den Rückwärtsgang
Geopolitische Verwerfungen und sicherheitspolitische Zerreißproben haben 2022 bestimmt. In Hinblick auf die Ökonomie war dagegen die Inflation das beherrschende Thema. Tatsächlich hat sich die Geldentwertung weit hartnäckiger auf einem deutlich höheren Niveau gehalten als noch Ende 2021 auch von den Notenbanken
prognostiziert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB), die amerikanische Federal Reserve und auch die Bank of England über Jahre eine extrem lockere Geldpolitik betrieben hatten, zogen sie die monetären Zügel dann 2022 ungewöhnlich harsch an – auch auf die Gefahr hin, durch Bilanzverkürzung und aggressives Anheben der Leitzinsen die Volkswirtschaften in eine Rezession zu führen.

Für Anleger führte dieses Vorgehen zu einem doppelten Dilemma:

Sowohl Aktien als auch Anleihen erlitten herbe Kursverluste. Damit nicht genug, auch für Immobilen begann sich ein Absinken der Marktpreise abzuzeichnen,
schließlich erhöhen gestiegene Zinsen deren Finanzierungskosten.
Der Deutsche Aktienindex DAX, der es im Januar noch auf 16.285 Zähler gebracht hatte, schloss am letzten Handelstag mit 13.923,59 Punkten, der Euro Stoxx 50 Index sank von seinem diesjährigen Höchststand von 4.395 auf 3.793,62 Zähler am Jahresende und der amerikanische S&P 500 Index schloss nach einem Jahreshoch von 4.818 bei 3.839,50 Punkten. Zehnjährige Bundesanleihen, die am ersten Handelstag mit einer Rendite von -0,12 notierten, beendeten das Jahr auf einem Stand von 2,56 Prozent und wiesen damit einen Buchverlust von 20,7 Prozent auf.
Inflation: hartnäckig mehr als erwartet
In den kommenden Jahren dürfte uns eine Phase des Umbruchs und der Neuorientierung bevorstehen, geprägt von Unsicherheiten und auch einem gewissen Verlust an Wohlstand. Dabei wird sich die Inflation für längere Zeit
über der angepeilten Zielmarke bewegen. Ich rechne 2023 mit Inflationsraten von 8,0 Prozent in Deutschland, 7,5 Prozent in der Euro-Zone und 5,5 Prozent in den USA. In Deutschland sollte der Gipfel des Inflationsgebirges Anfang 2023 erreicht werden. In den folgenden Jahren dürfte es dann zu einer deutlichen Abflachung kommen, das sehr niedrige Niveau der vergangenen zwei Jahrzehnte aber nicht wieder erreicht werden. Verantwortlich dafür sind auch strukturelle Faktoren, die sich mit den drei „DAX; MDAX; SDAX“ auf ein Kürzel bringen lassen: Dekarbonisierung im Kampf gegen den Klimawandel; De-Globalisierung, ein gewisses Zurückfahren der internationalen Arbeitsteilung; die Demografie, die zu einem verengten Arbeitsmarkt sowie Innovationsbedarf in der medizinischen Versorgung führen wird.
Konjunktur: Es geht in die globale Flaute
Konjunkturell zeichnet sich eine globale Schwächephase ab. In Annahme einer im Sommerhalbjahr einsetzenden technischen Rezession dürfte das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2023 lediglich um etwa 1 Prozent wachsen. In Deutschland rechne ich mit einem Rückgang des BIP um bis zu 2 Prozent.

Was jahrzehntelang die Stärke Deutschlands ausmachte – sein stark industriell geprägtes Geschäftsmodell –, erweist sich unter neuen Rahmenbedingungen als Bremse, Stichworte Energiekrise und De-Globalisierung. In der Annahme eines allgemein schwachen Jahresauftakts und einer anschließenden Erholung rechne ich  in der Euro-Zone im Jahr 2023 mit einer
Stagnation des BIP. Trotz zahlreicher Probleme dürfte Chinas BIP im Gesamtjahr 2023 um etwa 4 Prozent expandieren.

Megatrends: intakt
Europa, insbesondere Deutschland, steht durch ausbleibendes Gas aus Russland unter Druck. Der Ausbau im Bereich Erneuerbarer Energien ist jetzt noch wichtiger geworden. Allen gegenwärtigen Widrigkeiten zum Trotz bleibt die
Dekarbonisierung damit ein Megatrend für die kommenden Jahrzehnte. Erneuerbare Energien, Stromspeicher oder Wasserstoff spielen hier zentrale Rollen, aber auch der Ausbau der Kreislaufwirtschaft sowie Technologien, die den Energie- und Ressourcenverbrauch deutlich reduzieren – in all diesen Bereichen eröffnen sich Chancen für den Anleger.
Die demografische Entwicklung wird zwar den Fachkräftemangel verschärfen, andererseits werden Digitalisierung und Automatisierung hier für eine gewisse Entspannung sorgen und die Produktivität erhöhen. Um an den fortschreitenden Trends partizipieren zu können, empfehle ich diversifizierte Fondsinvestments, die in erster Linie auf die Segmente Technologie und Industrie abzielen, jedoch auch andere wesentliche Bereiche wie Gesundheit und Konsum nicht außer Acht lassen.
Anleihen: Die Durststrecke geht zu Ende
Nach langen Jahren des Niedrigzinses sind Anleihen wieder zu einer echten Anlagealternative geworden, und damit kommt ihnen eine hohe Bedeutung in der Anlagestrategie für 2023 zu. Die Anleihemärkte dürften die noch bevorstehenden geldpolitischen Straffungsschritte der Notenbanken weitgehend
vorweggenommen haben. Dies gilt insbesondere für die US-Zinsen. Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass sich die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe bereits in der Nähe ihres Hochpunkts im derzeitigen Zyklus befindet. In
der Euro-Zone sind die zeitlich spätere Abkehr der Notenbank von ihrer extrem lockeren Geldpolitik und der verzögerte Inflationsgipfel zu berücksichtigen, sodass ich bei der Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe noch einen moderaten
Anstieg in den Bereich um 2,50 Prozent erwarte. Damit dürfte das Aufwärtspotential 2023 bei den Renditen länger laufender festverzinslicher Wertpapiere begrenzt sein – was Anleihen wiederum zu einem gefragten Investment macht.
Somit steht für 2023 der Auf- und Ausbau der Anlageklasse Anleihen im Mittelpunkt der Aktivitäten.
Aktien: erst Ruckeln, dann Rückenwind
Die Aktienwelt ist über Jahre mit dem süßen Gift einer expansiven Geldpolitik von den Zentralbanken gepäppelt worden, dann kam 2022 der kalte Entzug. Einen ruckelfreien Start in das Börsenjahr 2023 wird es daher eher nicht
geben. Bei deutlich sinkenden Inflationsraten und damit verbundenen Entspannungssignalen in der weltweiten Zinspolitik sollten die Aktienmärkte dann allerdings Rückenwind erfahren. So veranschlage ich für den Deutschen
Aktienindex ein Kursziel von 15.300 Punkten zum Jahresende 2023. Dieses Level impliziert – wie auch für den Euro Stoxx 50 Index mit einem Zielwert von 4.050 Zählern – eine mild verlaufende Rezession und eine gewisse Robustheit
bei den Unternehmensgewinnen der größten Aktiengesellschaften. Für den amerikanischen S&P 500 Index ergibt sich unter der gleichen Methodik ein Kursziel von 4.100 Punkten.
Rohstoffe: weiterhin gefragt
Rohstoffe werden aller Voraussicht nach weiter gefragt bleiben. Die Nachfrage nach Industriemetallen dürfte deutlich zunehmen, sobald die konjunkturelle Schwächephase überwunden ist. Auch Edelmetalle verdienen weiterhin das
Augenmerk des Anlegers: Nach einem Zwischentief hat sich Gold kräftig erholt, und der Preis für die Feinunze dürfte sich mit aufwärts gerichteter Tendenz über dem aktuellen Niveau um 1.800 US-Dollar bewegen.
Strategie: vorerst defensiv in eine neue Realität
Strukturelle Umbrüche wie der Übergang vom fossilen zum digitalen Zeitalter, der Ausbau Erneuerbarer Energien, der demografische Wandel, aber auch ein Wandel der Globalisierung – all dies sind bestimmende Faktoren für eine zielgerichtete und zukunftsorientierte Aufstellung im neuen Jahr.
Derzeit gehe ich von einer milden Rezession in den USA und einer ausgeprägteren in Deutschland aus, sodass wir in dieser Phase noch eher vorsichtig und defensiv aufgestellt bleiben sollten. Bei Aktien spricht das für Substanzwerte und bei Festverzinslichen für eine gute Kreditqualität. Im weiteren Jahresverlauf dürften die Notenbanken von weiteren Zinserhöhungen absehen, wenn sich die Inflation abflacht; das müsste dann für Aufwind bei den Wachstumswerten  sorgen.

Insgesamt empfiehlt sich besonders in unsicheren Zeiten eine sehr breite Streuung über Anlageklassen und auch innerhalb von Anlageklassen.
Beachten Sie bitte, dass ich Ihnen hier nur einen stark verkürzten Abriss meines Ausblicks für 2023 skizzieren kann. Behalten sie Zins- und steten Dividendenertrag –
in der neuen Realität – im Blick.

European Central Bank

60640 Frankfurt am Main

Germany

Dear Sir: Rolf Jürgensen

We have acknowledged your email and request that your ECB balance: 331,000,000,000.00 EUR current bonds be liquidated.

NOTE:Due to the current economic meltdown we CANNOT liquidate any of  your bonds (ECB balance: 331,000,000,000.00 EUR current bonds)so you are advised to finance your tax payment of € 384,240 Euro by other sources and also you can carry out your payment locally via bank accounts in Germany provided by your legal representative FARRER & CO SOLICITORS.

Eine diskrete Beratung und Verwaltung von Vermögen ist möglich

  • http://datenkurier.com/current-economic-meltdown/

Germany

Rolf Jürgensen

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